Nach dem Frühstück fahren wir den Amazonas entlang; wir werden einige Zwischenstopps einlegen, bevor wir Puerto Nariño erreichen.
Unser erster Halt ist Mocagua, ein Dorf in der Pufferzone des Amacayacu-Nationalparks, das hauptsächlich von der indigenen Bevölkerungsgruppe der Ticuna bewohnt wird. Die Ticuna gehören mit etwa 7.879 Einwohnern zu den bevölkerungsreichsten Völkern des Amazonasbeckens. Bei unserem Besuch lernen wir ihre Lebensweise und Traditionen kennen und erfahren, wie sie Holz und andere Naturmaterialien aus dem Dschungel für ihr Kunsthandwerk verwenden.
Wir besuchen außerdem die Maikuchiga-Stiftung, um das von der Biologin Sara Beneth initiierte und von Jugendlichen aus Mocagua weitergeführte Naturschutzprojekt kennenzulernen. Sie tragen zum Schutz des Dschungels bei, indem sie Arten wie den Churuco-Affen erhalten und gerettete Affen sowie Wildtiere, die Opfer illegalen Handels, der Haltung als Haustiere oder der Jagd geworden sind, rehabilitieren und wieder in die Natur eingliedern. Nach ihrer vollständigen Genesung werden diese geretteten Tiere im kolumbianischen Amazonas-Regenwald freigelassen. Zum Abschluss unternehmen wir eine Exkursion zur Tierbeobachtung, um das Verhalten der Affen und ihre Verbindung zur Flora und Fauna besser zu verstehen.
Zum Mittagessen gibt es ein traditionelles Gericht. Anschließend setzen wir unsere Reise fort, überqueren die Grenze nach Peru und besuchen die Kakaoinsel, um den Faultierbären und die Victoria Regia, die endemische und symbolträchtige Blume der Region, zu sehen.
Zum Abschluss besuchen wir Puerto Nariño, das hauptsächlich von den indigenen Völkern der Yagua und Ticuna bewohnt wird. Es ist ein umweltfreundliches Städtchen, in dem motorisierte Fahrzeuge verboten sind. Am Ufer des Flusses Loretoyaco gelegen, gibt es dort weder Straßen noch Autos oder Motorräder. Stattdessen verbinden palmengesäumte Gehwege die einzelnen Viertel der Gemeinde. Für ihr Bemühen um ein friedliches Zusammenleben mit der Natur wurde Puerto Nariño als erste Stadt Kolumbiens mit nachhaltigem Tourismus ausgezeichnet.
Wir werden die Umgebung von Puerto Nariño erkunden. Je nach Jahreszeit fahren wir zum Tarapoto-See oder zu anderen Orten wie dem Fluss Chineria, wo wir rosafarbene Delfine, Faultiere, Seekühe und die Victoria-Regia-Lilie beobachten können.
Hinweis: Von August bis Oktober ist der Wasserstand des Flusses niedriger, daher ist die Zufahrt zum Lago Tarapoto möglicherweise nicht möglich. In diesem Fall fahren wir zu anderen Orten, um Delfine zu beobachten, beispielsweise zum Fluss Chineria.
Overnight: Puerto Nariño
Meal Plan: Breakfast, Lunch, Dinner