

Kolumbien ist ein Paradies für Vogelbeobachter: Das Land beherbergt die weltweit höchste Anzahl registrierter Vogelarten, über 80 endemische Arten und eine bemerkenswerte Vielfalt an Ökosystemen. Doch wo befinden sich die besten Reiseziele für Vogelbeobachtungen in Kolumbien? Hier sind fünf der besten Orte, um die Magie der kolumbianischen Vogelwelt zu entdecken:
El Dorado Reserve
Das Vorzeige-Reservat der kolumbianischen ProAves-Organisation, El Dorado, liegt hoch oben in der Sierra Nevada de Santa Marta und beherbergt mehr endemische Vogelarten als jedes andere Gebiet des Landes. An nur wenigen Morgen lassen sich hier problemlos Hunderte von Vögeln beobachten, darunter bis zu 20 endemische Arten, die regelmäßig gesichtet werden. Zu den wichtigsten Arten zählen der Santa-Marta-Sittich, die Santa-Marta-Ameisenpitta und der Santa-Marta-Säbelschnäbler. Wer weniger Geld für Vogelbeobachtungen ausgeben möchte, findet im nahegelegenen Touristenort Minca einige wunderschöne Wanderwege, auf denen man unter anderem den Kielbrusttukan, den Rostbauchkauz und den Streifenspecht entdecken kann.

Cerro Montezuma
Im Westen des Departamentos Risaralda, wo die Westanden in den Chocó-Pazifik übergehen, liegt der Tatama-Nationalpark. Dieses atemberaubend artenreiche Nebelwaldreservat zählt zu den bemerkenswertesten Vogelbeobachtungsgebieten Kolumbiens, und das Montezuma-Reservat ist der beste Ort dafür. Mit seinen endemischen Chocó-Arten wie dem Tukan-Bartvogel, dem Goldring-Tangare, dem Prachthäher und dem Schwarzen Einsiedlerdrossel ist dieses Reservat der Höhepunkt jeder Vogelbeobachtungsreise nach Kolumbien.
Otun Quimbaya
Dieses kleine Nebelwaldreservat in den zentralen Anden ist ein Paradies für Vögel und Säugetiere (Brüllaffen und Tapire werden regelmäßig gesichtet). Mit einer komfortablen Lodge und hervorragenden Wanderwegen ist Otun Quimbaya der perfekte Ort für Anfänger und Experten gleichermaßen. Zu den Höhepunkten der Vogelbeobachtung zählen die erstaunlich leicht zu beobachtende Rotkehlchenkrähe (anderswo selten und schwer zu sehen), der endemische und erst kürzlich wiederentdeckte Cauca-Guan (auch hier leicht zu beobachten) und die scheue und selten gesehene Kapuzenameisenpitta. Große Schwärme von Tangaren und Fliegenschnäppern bieten viele weitere Möglichkeiten, Ihre Artenliste zu erweitern.
Die Llanos
Die östlichen Ebenen Kolumbiens, bestehend aus den Departements Arauca, Casanare und Meta, sind ein wahres Paradies für Vogelbeobachter: Während der Trockenzeit versammeln sich Tausende von Enten, Gänsen, Reihern und Störchen an kleinen Gewässern und bieten ein unvergessliches Naturschauspiel. Zu den wichtigsten Wasservogelarten zählen der imposante Jabiru, die Orinokogans, der Scharlachibis und der geheimnisvolle Kahnreiher. Im Galeriewald lassen sich regelmäßig Aras, Tukane, Jacamars und Arakaris beobachten, und die Chance, wilde Wasserschweine, Anakondas und sogar Jaguare zu sehen, begeistert selbst den Gelegenheits-Naturliebhaber.

Jardin, Antioquia
Dieses charmante kleine Kaffeestädtchen im Süden von Antioquia ist der perfekte Ort für passionierte Vogelbeobachter und Einsteiger gleichermaßen. Nur zehn Gehminuten vom Ortsrand entfernt befindet sich ein Balzplatz des Anden-Klippenhahns, der zu den besten Plätzen Südamerikas zählt, um diese beeindruckenden, leuchtend roten Vögel zu beobachten. In den Bergen oberhalb des Ortes liegt ein spektakuläres Reservat, das dem Schutz des seltenen und endemischen Gelbohrsittichs gewidmet ist, der in den umliegenden Bergen relativ leicht zu sehen ist. Weitere wichtige Vogelarten sind der Weißkappentangare, der Kastanienhaubenkotinga und der Tangarenfink.
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