

Der Tayrona-Nationalpark (Parque Nacional Natural Tayrona) ist zweifellos einer der meistbesuchten Orte in ganz Kolumbien. Rund 350.000 Menschen besuchten den Park im Jahr 2016, und diese Zahl steigt stetig. Das bedeutet jedoch nicht, dass ein Besuch in Tayrona weniger magisch oder aufregend ist – das Gebiet ist nach wie vor ein Nationalpark voller Artenvielfalt und einzigartiger Tierarten. Hier sind die faszinierendsten Tiere, die im Park vorkommen:
Lisztamarin
Diese charismatischen, kleinen endemischen Affen sind wohl die bekannteste Tierart im Tayrona-Nationalpark und zugleich ein starkes Symbol für den Naturschutz. Sie sind zwar nicht in Tayrona heimisch, aber eine Gruppe wurde dort angesiedelt, nachdem Schutzbemühungen in ihrer ursprünglichen Heimat, dem Magdalena Medio, gescheitert waren. Sie gediehen prächtig in den geschützten Dschungeln von Tayrona und sind oft zu beobachten, wie sie neugierig von den Baumwipfeln herabschauen, pfeifen und miteinander plaudern.
Der Basilisk
Ganz genau, Harry-Potter-Fans, Basilisken gibt es wirklich! Klar, sie können einen nicht mit einem Blick töten, aber die echten Basilisken können etwas genauso Erstaunliches: Sie können übers Wasser laufen! Diese einzigartige Fähigkeit hat ihnen den Spitznamen „Jesus-Christus-Echse“ eingebracht. Man kann sie oft an Bächen und Süßwasserbecken im Tayrona-Nationalpark beobachten – kommt man ihnen zu nahe, flitzen sie über die Wasseroberfläche.
Jaguar
Ja, im Tayrona-Nationalpark leben tatsächlich noch Jaguare! Die Chancen, einem zu begegnen, sind zwar gering, aber man findet oft Pfotenabdrücke in schlammigen Lichtungen. Gelegentlich sehen Besucher aber auch eine dieser majestätischen Raubkatzen: Ein Besucher filmte sogar einen Jaguar, der am helllichten Tag unter einem Strandsteg hindurchlief.
Leguane
Die Riesenleguane, die im Tayrona-Nationalpark leben, gehören zu den bekanntesten und ikonischsten Arten, die dort beheimatet sind – obwohl sie etwas einschüchternd wirken mögen, stören die Echsen die Menschen im Allgemeinen nicht und können oft dabei beobachtet werden, wie sie sich auf den glatten, warmen Oberflächen der riesigen, abgerundeten Felsbrocken sonnen, die ein so charakteristisches Merkmal des Parks sind.
Kaiman
Ein weiterer beeindruckender Bewohner des Tayrona-Nationalparks ist der Kaiman – diese alligatorähnlichen Reptilien leben in den Flüssen und Buchten des Parks und wagen sich manchmal sogar aufs Meer hinaus. Es ist recht selten, einen zu sehen, aber halten Sie die Augen offen, besonders im Fluss hinter dem Strand von Arrecifes.
Pfeilgiftfrösche
In ganz Kolumbien gibt es Hunderte von Arten dieser farbenfrohen kleinen giftigen Frösche, und Tayrona hat eine eigene endemische Art – die im Park vorkommenden Exemplare sind leuchtend gelb und tiefschwarz und können oft am Wegesrand herumhüpfen gesehen werden, besonders nach einer regnerischen Nacht.
Blauknolliger Hokko
Diese großen, truthahnähnlichen Vögel sind in Kolumbien endemisch und extrem gefährdet. Tatsächlich gehören sie zu den seltensten Vögeln des ganzen Landes! Im Tayrona-Nationalpark gibt es jedoch eine ansehnliche Population, und engagierte Vogelbeobachter können sie manchmal in der Dämmerung und im Morgengrauen auf Wegen und Straßen beobachten.
Im Tayrona-Nationalpark gibt es einige der erstaunlichsten Tiere, denen man begegnen kann, aber um viele von ihnen zu sehen, sollten Sie diese Tipps befolgen:
- Stehen Sie sehr früh auf und unternehmen Sie eine Wanderung auf den Dschungelpfaden oder machen Sie einen Spaziergang im Wald in der Abenddämmerung.
- Gehen Sie leise und vermeiden Sie lautes Gerede: Die meisten dieser Arten sind scheu.
- Sollten Sie einer der gefährlicheren Arten begegnen, halten Sie Abstand.
- Bleiben Sie auf den markierten Wegen, Tayrona ist schließlich ein Naturschutzgebiet.
Beachten Sie bitte auch, dass der Tayrona-Nationalpark im Februar immer geschlossen ist. Wenn Sie den Tayrona-Nationalpark während Ihres Kolumbienurlaubs besuchen möchten, empfiehlt sich eine Tour durch den Tayrona- und Santa-Marta-Nationalpark.
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